Hautpflege bei Neurodermitis

Hautpflege bei Neurodermitis

Es juckt und brennt. Am liebsten will man sich die ganze Zeit kratzen. Rote Hautausschläge mischen sich mit starken Juckreizen und rissigen Hautstellen. Neurodermitis, auch genannt atopische Dermatitis (AD), ist eine sehr häufig vorkommende, nichtansteckende Hauterkrankung. Erste Anzeichen bei zu Neurodermitis neigender Haut können mit natürlichen Pflegeprodukten eingedämmt werden, um so eventuell unangenehme Neurodermitis Schübe zu reduzieren oder gar zu verhindern. 

Welche Indizien für die chronische Hautkrankheit sprechen, woher sie kommt und wie man dieser (präventiv) mit einer natürlichen Hautpflege entgegenwirken kann, erfahren Sie in diesem Artikel. 

Was ist Neurodermitis?

Neurodermitis ist eine chronische Hautkrankheit, von der alle Altersgruppen betroffen sein können. Doch während nur 1,5 – 2 % der Erwachsenen darunter leiden, ist eine atopische Dermatitis bei 10-15 % der Kinder bis zum 7. Lebensjahr zu beobachten. Beim Ausbruch der Erkrankung ist die Haut – teilweise großflächig – entzündet und es entstehen an diesen Stellen rote, schuppende und juckende Ekzeme. Da eine atopische Dermatitis in Schüben auftritt, haben die Betroffenen meist auch symptomfreie Phasen. Schon wenn die Haut zu Neurodermitis neigt, kann man der Krankheit mit bestimmten Mitteln und Methoden entgegenwirken.

Ekzem an der Wange eines Kindes
Ekzem an der Wange eines Kindes

Wie erkennt man Neurodermitis?

Neurodermitis weißt eine Reihe von Symptomen auf. Äußerlich wird bei der Hautkrankheit vor allem eine Veränderung der äußeren Hautschicht (= Epidermis) sichtbar. Betroffene leiden vor allem unter sehr trockenen, rissigen und entzündeten Hautstellen, die gerötet und teilweise auch blutig verkrustet sind. Die Hautausschläge können sich in jedem Alter und am ganzen Körper entwickeln. Mit der geschädigten Hautbarriere geht meist ein starker Juckreiz einher, welcher oft zu einer Zerstörung der Hautstruktur durch Kratzen führt. Ein Teufelskreis für die Haut beginnt. 

Eine atopische Dermatitis kann zu einer Reihe von Begleiterkrankungen führen, welche sich nicht nur äußerlich abzeichnen. So kann Neurodermitis innerlich beispielsweise Allergien bis hin zum allergischen Asthma und auch psychische Belastungen begünstigen.

Neurodermitis Hand – Erwachsener

Auslöser und Ursachen von Neurodermitis 

Die menschliche Haut hat eine natürliche Schutzschicht, die sogenannte Epidermis, welche als Barriere vor Fett- und Wasserverlust fungiert und zugleich das Eindringen von unerwünschten Keimen verhindert. Eine intakte Hautbarriere wird von einer gesunden Kombination aus Bakterien und Pilzen bewachsen. 

Bei Neurodermitikern ist die Hautbarriere geschädigt und die Schutzfunktion aufgrund eines Mangels an schützenden Hautfetten nicht mehr ausreichend. Daher kommt es zu einer größeren Anfälligkeit für Infektionen und die Haut entzündet sich. Allergene, Hausstaubmilbenpartikel, Mikroben oder andere Schädlinge können leichter über die Haut in den menschlichen Körper eindringen und die allergische Sensibilisierung begünstigen. Die Folge sind störende Allergien. Zusätzlich sind bei einer mit Neurodermitis erkrankten Haut oft die Funktionen der Durchblutung, der Schweißbildung und der Temperaturregulierung nicht mehr intakt.

Der Mangel an schützenden Hautfetten wird vor allem von drei komplexen Faktoren begünstigt: Genetik, Immunsystem und Umweltfaktoren bzw. äußere Einflüsse. 

Während man gegen eine familiäre Vorbelastung wenig tun kann, sind die beiden anderen Faktoren für eine atopische Dermatitis durchaus beeinflussbar. Es gibt eine Reihe von Triggerpunkten, die für den Ausbruch der Neurodermitis ausschlaggebend sein können. So haben beispielsweise der Lebensraum, die Ernährung und die Körperpflege eine große Wirkung auf genetisch vorbelastete Haut. 

(Natürlicher) Lebensraum

Trockenes Klima oder eine geringe UV-Lichtexposition können die Hautkrankheit begünstigen. Auch das Leben in der Stadt kann der Haut zum Verhängnis werden. Im Gegenzug hierzu hat Salzwasser eine gute Wirkung auf Neurodermitis. Aber auch auf die Stoffe in der unmittelbaren Umgebung sei zu achten. Aggressive Säuren, Bleichmittel und Lösungsmittel können sich in Waschmittel, Putzmittel oder anderen Gegenständen verstecken und die Hautbarriere langfristig schädigen. Achten Sie auf ein gesundes Lebensumfeld sowie schadstofffreie und hautverträgliche Produkte.

(Gesunde) Ernährung

Bei zu Neurodermitis neigender Haut ist eine gesunde und richtige Ernährung oft ein guter Ansatz, um das Krankheitsbild zu mildern. So fördern Zucker und ungesättigte Fettsäuren bewiesenermaßen verschiedene Entzündungen im Körper. Der Verzicht darauf und auch auf allergieauslösende Lebensmittel könnte einen wesentlichen Ansatzpunkt für die Prävention der chronischen Hautkrankheit darstellen. 

Auch die Ergänzung von starken, natürlichen Radikalfängern wie Astaxanthin, einem natürlichen Carotinoid, das unter anderem in Pflanzen zu finden ist, kann sich positiv auf die entzündlichen Prozesse im Körper und auf der Haut auswirken.

(Richtige) Hautpflege 

Die Hautpflege ist ein zentraler Faktor bei der Prävention und Behandlung von Neurodermitis. Da in vielen herkömmlichen Pflegeprodukten Wasser als Hauptanteil sowie chemische Substanzen enthalten sind, wird die Haut permanent ausgetrocknet und die Schutzbarriere geschädigt.

Tenside in Kosmetik- und Hygieneprodukten können die Haut nicht nur reizen, sondern fördern zusätzlich ihre Austrocknung, da sie die natürlichen Fette aus der Haut herauslösen. Dies wiederum kann Neurodermitis und damit verbundene Schübe begünstigen.

Kundenbeispiel, Nov. 2021:
Trockene, gerötete, juckende Hand
Kind, 2 Jahre – Tag 0
Kundenbeispiel, Nov. 2021:
Tag 2 nach Beginn der Anwendung
mit dem PHYSTINE Pflegeset

Natürliche Hautpflege bei zu Neurodermitis neigender Haut

Wenn die Haut zu Neurodermitis neigt, ist eine entsprechende (präventive) Hautpflege besonders wichtig. Der bereits gereizten und trockenen Haut sollte mit wasserfreien und ausgewählten Pflegeprodukten begegnet werden. Um die Hautbarriere gesund zu halten bzw. zu regenerieren und gleichzeitig vor Austrocknung zu schützen, sollten die Pflegeprodukte spezifisch auf die aktuellen Hautbedürfnisse gewählt werden.  

PHYSTINE Produkte sind nicht nur frei von chemischen und hautreizenden Inhaltsstoffen, sondern enthalten ausschließlich natürliche Pflanzenöle, -extrakte und -wachse. Durch die Naturreinheit der PHYSTINE Produkte ist die beste Bioverfügbarkeit (= Aufnahme) der natürlichen Wirkstoffe in die Haut und den Körper gewährleistet.

Bei zu Neurodermitis neigender Haut empfiehlt PHYSTINE je nach aktuellem Zustand Ihrer Haut unterschiedliche Pflegeprodukte bzw. Produktkombinationen.

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Laras Produktempfehlungen bei zu Neurodermitis neigender Haut

Referenzen:

Avena-Woods C. Atopic Dermatitis: Focusing on the Patient Care Strategy in the Managed Care Setting, 2017 Jun;23(8 Suppl):S115-S123.

Kim B E , Leung D YM. Significance of Skin Barrier Dysfunction in Atopic Dermatitis, Allergy Asthma Immunol Res. 2018 May;10(3):207-215.

Kim J, Kim B E, Leung D YM. Pathophysiology of atopic dermatitis: Clinical implications, Allergy Asthma Proc 40:84 -92, 2019.

Torres T, et al. Update on atopic dermatitis, Acta Med Port 2019 Sep;32(9):606–613.

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