Lichen sclerosus

Lichen sclerosus

Gastbeitrag von Dr. med. Franziska Winder, Fachärztin für Frauenheilkunde und Geburtshilfe (Gynäkologie):

 

Lichen sclerosus: Die wichtigsten Fakten für Deine Hautgesundheit

Lichen sclerosus ist eine chronische, nicht ansteckende Hauterkrankung, die vor allem im Intimbereich vorkommt. 1-2 % der Frauen sind hiervon betroffen, aber auch Männer und Kinder können Lichen sclerosus entwickeln (1). 

Die Betroffenen berichten über folgende Symptome im Intimbereich:

- oft sehr starken Juckreiz
- Brennen oder Schmerzen
- trockene, empfindliche oder rissige Haut
- Hautveränderungen, zum Beispiel weißliche Stellen
- Beschwerden beim Geschlechtsverkehr oder beim Wasserlassen

Manchmal sind die Beschwerden zunächst nur leicht. Viele Frauen werden daher mehrfach auf Pilzinfektionen behandelt. Lichen sclerosus ist jedoch eine Autoimmunerkrankung - ähnlich wie Neurodermitis oder Schuppenflechte - nur eben an einer besonders sensiblen Körperstelle. Wichtig ist zu wissen: Lichen sclerosus wird nicht durch mangelnde Hygiene oder Sexualverhalten verursacht. Die Erkrankung ist nicht ansteckend und nicht durch Bakterien, Pilze oder Viren verursacht. In manchen Familien kommt Lichen  gehäuft vor. Das spricht für eine erblich begünstigte Anfälligkeit

Die Diagnose wird durch eine erfahrene Ärztin oder einen erfahrenen Arzt gestellt. Meist reicht eine klinische Untersuchung aus. Nur selten ist eine Hautprobe nötig, zum Beispiel, wenn der Befund unklar ist oder einzelne Stellen sich verändert haben. Die Diagnose wird allerdings oft spät gestellt. Hierfür gibt es mehrere Gründe: Viele Menschen schämen sich, über Beschwerden im Intimbereich zu sprechen oder werden, wenn sie davon berichten, nicht ernst genommen. Außerdem ähneln die Symptome Pilzinfektionen, die oft vorschnell und eigenständig behandelt werden. 

Je früher Lichen sclerosus erkannt wird, desto besser lässt er sich kontrollieren – deshalb ist Aufklärung so wichtig. Hier leistet der Verein Lichen sclerosus (www.lichensclerosus.ch) eine unglaublich wertvolle Arbeit. Der Verein berät nicht nur individuell Betroffene, sondern stellt auch wissenschaftlich fundiertes und gleichzeitig verständliches Informationsmaterial in mehreren Sprachen, Erfahrungsberichte und Tipps zum Umgang mit der Erkrankung zur Verfügung. 

 

Wie wird Lichen sclerosus behandelt?

Lichen sclerosus ist eine chronische Erkrankung, aber gut behandelbar. Ziel ist, Beschwerden zu lindern und die Haut zu schützen.

Die Behandlung besteht aus zwei Säulen:

1. Medizinische Therapie: Die empfohlene Therapie nach Leitlinie (2) sind kortisonhaltige Salben, die gezielt die Entzündung beruhigen. Sie werden nach einem festen Schema angewendet und sind sicher, wenn sie richtig dosiert werden.

2. Tägliche, sanfte Pflege: Eine gute Hautpflege ist ein wichtiger Teil der Behandlung, hierzu sollten rückfettende Pflegeprodukte verwendet werden. Darauf zu achten ist, dass es Produkte ohne Duftstoffe, ohne Alkohol und ohne reizende Inhaltsstoffe sind. Diese Grundpflege hilft, die Hautbarriere zu stärken und Beschwerden zu reduzieren.

Das Phystine Akutpflege-Set kann hier in beiden Punkten unterstützen. Die SOS-Essenz ist speziell für gereizte, juckende und empfindliche Haut entwickelt. Durch die Zusammensetzung wertvoller Inhaltsstoffe mit Astaxanthin reguliert sie Entzündungen und führt zu Wundheilungen. Die Essenz ist alkoholfrei, wasserfrei und ohne Duftstoffe formuliert, was für empfindliche Intimhaut besonders wichtig ist. Sie dringt rasch in die Haut ein und hinterlässt somit keine lästigen Fettflecken auf der Unterwäsche. Ergänzend empfehle ich dazu den Phystine Reparaturbalsam No.3. Der Balsam ist reichhaltig und rückfettend, sodass er nicht nur die Feuchtigkeit erhält, sondern auch die Hautbarriere stabilisiert und dadurch Reibung und Trockenheit reduziert. 

Die Phystine Asta-Immun Kapseln können helfen das Immunsystem zu stärken und die Entzündungen schneller abklingen zu lassen.

Mit einer Kombination aus medizinischer Behandlung, sorgfältiger Pflege, Stärkung des Immunsystems und guter Information können die meisten Frauen ihre Beschwerden deutlich verbessern.

 

Referenzen:

(1) Mendling W., Lichen sclerosus. Frauenarzt 12/2023; 64: 824-829

(2) Deutsche Dermatologische Gesellschaft e.V. (DDG), Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe e.V. (DGGG): S3 Leitlinie „Lichen sclerosus“ (AWMF-Reg.-Nr. 013-105). Version 1.0, 06/2025. Verfügbar unter: https://register.awmf.org/de/leitlinien/detail/013-105

 

Beitragsautorin:

Dr. med. Franziska M. Winder
Fachärztin für Frauenheilkunde und Geburtshilfe
Loco 597 - Posthus
6863 Egg

www.praxis-winder.at

info@praxis-winder.at

Instagram: praxiswinder

Online Terminbuchungen jederzeit unter: https://patient.latido.at/arzt/_Winder

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