Haut

Wissenswertes zur Hautgesundheit und zu Hautproblemen

Unreine Haut oder Akne?

Fettige Haut, entzündete Pickel und eitrige Pusteln: auch, wenn Akne vulgaris in der Regel zu den harmlosen Hauterkrankungen zählt, ist der Leidensdruck groß, wenn die Haut aus der Balance gerät. Was Akne vulgaris genau ist, wie sie entsteht und wie man das Gleichgewicht der Haut unterstützen kann, verrät dieser Artikel.

Was ist Akne vulgaris? Wie entsteht sie?

Akne vulgaris (lateinisch: vulgaris = gewöhnlich), oft kurz als „Akne“ bezeichnet, gehört zu den häufigsten Hauterkrankungen. Genauer gesagt sind bei Akne die Talgdrüsen der Haut und deren Ausgänge betroffen: diese verstopfen, so dass der Talg, der von der Haut zum Aufrechterhalten der Feuchtigkeit produziert wird, nicht mehr abfließen kann. Die Ansammlung von Talg führt dazu, dass sich bestimmte Bakterien (z.B. Propionibacterium acnes, auch bekannt als Cutibacterium acnes) vermehren und zu Entzündungen der Talgdrüsenfollikel, das sind die Bläschen, die die Haarwurzeln umschließen, führen (Abb.1). Die Folge sind entzündete und schmerzhafte, oft auch geschwollene Stellen auf der Haut. Doch nicht nur Propionibacterium acnes besiedelt unsere Haut, auch andere Mikroorganismen sind Teil unserer Hautflora. Neue Studiendaten zeigen, dass das Gleichgewicht der Hautflora bei der Entstehung der Akne ebenfalls eine große Rolle spielt.

Die Entstehung eines Pickels
Abb.1: Die Entstehung eines Pickels

Etwa 85 % – 95 % der Pubertierenden und jungen Erwachsenen sind von Akne betroffen, wobei die Hauterkrankung mittlerweile auch zunehmend bei Kindern unter 10 Jahren beobachtet wird. Das häufige Auftreten der Akne in der Pubertät liegt insbesondere an Hormonumstellungen in dieser Lebensphase, die zu einer erhöhten Talgproduktion und damit zu einem idealen Nährboden für die Bakterien führen. Als Akne tarda, der sogenannten „Spätakne”, kann die Hauterkrankung aber auch Erwachsene betreffen, ihr liegen ebenfalls meist hormonelle Veränderungen zugrunde.

Woran erkennt man Akne vulgaris?

Ein häufiges Merkmal der Akne ist eine übermäßige Fettproduktion der Haut, die sogenannte Seborrhoe: die Haut glänzt und ist dazu oft großporig. Durch die vermehrte Talgproduktion entstehen zusätzlich typische Akne-Läsionen am ganzen Körper, meist aber im Gesicht sowie an Brust und Rücken. Diese können entweder nicht-entzündliche, offene und geschlossene Mitesser (auch als Komedonen bezeichnet) oder entzündliche Pappeln und Pusteln sein. Bei den offenen Komedonen handelt es sich um verstopfte Follikel mit Öffnungen, durch die der Inhalt an die Luft gelangt. Geschlossene Komedonen, erkennbar an den typischen „weißen Köpfen“, sind verstopfte Follikel ohne Öffnung. Papeln sind durch kleine erhabene Läsionen auf der Haut gekennzeichnet, während Pusteln diesen optisch ähneln, aber entzündet und mit Eiter gefüllt sind (Abb.2). Bei Betroffenen mit schwerer Akne können außerdem Knötchen und Zysten (entzündete, geschwollene Läsionen mit einer Größe von mindestens 5 mm) und Narben in verschiedenen Varianten auftreten.

Gesicht mit Akne-Pickeln
Abb.2: Mitesser, Pickel und Pusteln

Neben der Akne vulgaris und der Spätform Akne tarda gibt es noch andere Formen der Akne: Akne rosacea, Akne infantum und Akne inversa (auch Hidradenitis suppurativa). Diese entstehen durch andere Ursachen, bringen zum Teil andere Symptome mit sich und werden auch anders behandelt.

Was sind Auslöser von Akne vulgaris?

Ein wichtiger Einflussfaktor sind hormonelle Schwankungen, die vor allem im Jugendalter auftreten, für eine erhöhte Talgproduktion sorgen und damit die Haut aus dem Gleichgewicht bringen können. Von schweren Formen der Akne sind Studien zufolge eher Jungen als Mädchen betroffen. Aber auch genetische Faktoren spielen eine Rolle: so zeigen Studien, dass die Wahrscheinlichkeit Akne zu bekommen bei Kindern erhöht ist, deren Eltern in jungen Jahren selbst Akne hatten – vor allem, wenn beide Elternteile als Jugendliche von Akne betroffen waren. Besonders die Ernährung ist im Zusammenhang mit Akne Gegenstand vieler Untersuchungen. Es ist noch recht umstritten, welche Rolle die Ernährung genau spielt. Vermutet wird, dass der Verzehr von Kohlenhydraten, Milch bzw. Milchprodukten und gesättigten Fetten (z.B. in tierischen Produkten wie Butter, Fleisch, Wurst oder Käse, aber auch pflanzliche gesättigte Fette wie Kokosfett) einen großen Stellenwert bei der Entstehung von Akne hat. Von weiteren Faktoren wie Rauchen, Alkohol, psychischer Stress und Schlafdauer wird ebenfalls vermutet, dass sie an der Entstehung der Akne beteiligt sind oder sich auf den Schweregrad der Hauterkrankung auswirken können. Ergebnisse aus Studien gibt es hierzu aber noch nicht.

Welche Auswirkungen hat Akne für die Betroffenen?

Akne vulgaris beeinträchtigt die Betroffenen nicht nur körperlich, etwa durch schmerzhafte Stellen oder das Entstehen von Narben, sondern auch psychisch, da es den Betroffenen unangenehm ist, sich mit Akne-Läsionen in der Öffentlichkeit zu zeigen. Akne hat daher meist tiefgreifende Auswirkungen auf die Lebensqualität, das Selbstwertgefühl und das Körperbild der Betroffenen und erhöht das Risiko für Stimmungsschwankungen, Angstzustände oder gar Depressionen.

Frau mit verstecktem Gesicht

Wie wird Akne medizinisch behandelt?

Akne vulgaris ist im Normalfall gut behandelbar, jedoch erfordert die Behandlung meistens viel Zeit. Oft ist es notwendig, lokal auf die Haut aufgetragene Therapien, also Cremen oder Salben (sogenannte topische Mittel) über mehrere Monate anzuwenden, und in vielen Fällen wird zusätzlich eine systemische, das heißt im gesamten Körper wirksame, Therapie notwendig. Laut Expertinnen und Experten reicht bei milden Formen der Akne im Frühstadium mit leichten Entzündungen und Komedonen eine mehrmonatige Behandlung mit topischen Mitteln aus, die entweder ein Retinoid (eine Substanz, die Vitamin A ähnlich ist) oder Benzoylperoxid (wirkt antibakteriell und lässt den Talg leichter abfließen) enthalten sollten. Topische Therapien sind zwar oft wirksam, zerstören aber zugleich oft die Hautbarriere und bringen langfristig Nebenwirkungen wie Hautreizungen oder Hauttrockenheit mit sich. Topische und – vor allem bei schweren Formen der Akne – systemische Antibiotika, die gegen die entzündungsverursachen Bakterien wirken, sind ein wesentlicher Bestandteil der Aknebehandlung.

Was kann man selbst bei unreiner Haut oder Akne tun?

Während man hormonelle oder genetische Einflussfaktoren nicht verändern kann, lassen sich Faktoren wie Ernährung oder Hautpflege beeinflussen.

Ernährung bei unreiner Haut und Akne

Aus Studien gibt es starke Hinweise darauf, dass eine Ernährung, die reich an Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren ist, zu einer Linderung der Akne beitragen kann. Dies gilt ebenso für eine Ernährung mit Lebensmitteln mit einem niedrigen glykämischen Index, also mit Lebensmitteln, die den Blutzuckerspiegel nicht so stark erhöhen. Experten empfehlen daher, zuckerreiche und stark verarbeitete Lebensmittel wie Wurst oder Käse und Fertigprodukte so stark wie möglich zu reduzieren und stattdessen auf eine ausgewogene, an die Mittelmeerkost angelehnte Ernährung zu setzen, die reich an antioxidativem Obst, Gemüse und guten Ölen wie Oliven-, Walnuss- oder Leinöl ist.

Die Rolle der Hautpflege bei unreiner Haut und Akne

Ein häufiger Fehler bei Akne ist das übermäßige Waschen oder die Verwendung von seifen- oder tensidhaltigen Reinigungsprodukten sowie die Verwendung von Peelings mit aggressiven oder austrocknenden Inhaltsstoffen (z.B. Salicylsäure oder Fruchtsäure). Diese Produkte führen oft zu einer weiteren Reizung der Haut, schädigen die Hautbarriere und erleichtern entzündungsfördernden Bakterien das Eindringen in die Haut – ein Teufelskreis für die Akne und die damit verbundenen Entzündungen.

Neben der Reinigung spielt auch die Pflege eine große Rolle: so klagen Akne-Betroffene meist über eine übermäßige Ölproduktion ihrer Haut, weshalb sie die Verwendung von Feuchtigkeitscremen nicht als routinemäßig erforderlich sehen. Stattdessen greifen sie lieber zu austrocknenden Produkten, die aber die Haut reizen und langfristig schädigen können – der nächste Teufelskreis, der Akne-Entzündungen begünstigt.

Darf man Mitesser und Pickel selbst ausdrücken? Lieber nicht! – Selbst, wenn das Hautbild nach dem Ausdrücken zunächst besser erscheint, kann es zu Entzündungen oder auch langfristig zu Akne-Narben führen. Das Ausreinigen von Unreinheiten sollte immer von einer speziell ausgebildeten dermatologischen oder kosmetischen Fachkraft vorgenommen werden.

Verbessere Dein Hautbild innerhalb kurzer Zeit sichtbar mit folgenden Produkten:

Gesichtsserum No.3 Bio Granatapfel-Sanddorn als Tages- & Nachtpflege

Die einzigartige Zusammensetzung aus antioxidativen Wirkstoffen und nicht-komedogenen (nicht Poren-verstopfenden) Pflanzenölen reduziert auf natürliche Weise die Talgproduktion der Haut und unterstützt das Abklingen von entzündlichen Prozessen. Zusätzlich wird die Hautbarriere langfristig aufgebaut und bereits vorhandene Akne-Narben werden minimiert – sichtbare und spürbare Ergebnisse nach nur wenigen Tagen bis Wochen.

Gesichtspeeling No.3 Bio Granatapfel-Sanddorn mit spürbarem Sofort-Effekt

Die feuchtigkeitsspendenden Eigenschaften der Rotalge (Dulse), die Antioxidantien des Kalahari Melonen Öls und das intensiv reinigende Hagebuttenpulver ermöglichen ein sofort spürbares, samtig-weiches Hautgefühl – bereits nach der ersten Anwendung. Bei zu Akne neigender Haut kann das Peeling auch alle 1-2 Tage abends angewendet werden und verfeinert in Kombination mit dem Gesichtsserum No.3 das Hautbild nach und nach.

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Anwendung Gesichtspeeling No.3

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Das hypoallergene Reinigungsöl entfernt sanft alle Rückstände von der Haut – ohne auszutrocknen oder die Poren zu verstopfen. Egal ob Make-Up oder wasserfeste Mascara, das nicht-komedogene Öl für alle Hauttypen reinigt zuverlässig und pflegt zugleich intensiv die Wimpern und die zarte Gesichtshaut.

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Astaxanthin Kapseln als Immunbooster und Entzündungsregulator

Was Antioxidantien wie Astaxanthin sind und warum sie Dein Immunsystem und die Verarbeitung von Entzündungsprozessen im Körper unterstützen, erfährst Du im entsprechenden Blogartikel.

Bist Du noch unsicher, welche Produkte die richtigen für Dich sind?

Dann lass Dich individuell, kostenlos und unverbindlich von unserer Biomedizinerin beraten.

Lara Bechter
Lara Bechter

Referenzen:

Wehry UP, Hoff-NP. MMW – Fortschritte Der Medizin. 2020; 162(3), 54–62. doi: 10.1007/s15006-020-0003-0

Wolkenstein P et al. J Eur Acad Dermatol Venereol . 2018 Feb;32(2):298-306. doi: 10.1111/jdv.14475

Dréno B et al. J Eur Acad Dermatol Venereol. 2018 Jun;32 Suppl 2:5-14. doi: 10.1111/jdv.15043

Bhate K, Williams HC. Br J Dermatol. 2013 Mar;168(3):474-85. doi: 10.1111/bjd.12149

Gebauer K. Aust Fam Physician. 2017 Dec;46(12):892-895

 Heng AHS. Sci Rep. 2020 Apr 1;10(1):5754. doi: 10.1038/s41598-020-62715-3

Chularojanamontri L et al. J Clin Aesthet Dermatol. 2014 May; 7(5): 36–44

Penso L et al. JAMA Dermatol. 2020 Aug; 156(8): 1–9. doi: 10.1001/jamadermatol.2020.1602

Baldwin H, Tan J. Am J Clin Dermatol. 2021 Jan;22(1):55-65. doi: 10.1007/s40257-020-00542-y

Du L et al. Food Nutr Res. 2019 Apr 23;63. doi: 10.29219/fnr.v63.3392

Akhtar N et al. J Pharm Bioallied Sci. 2010 Jan;2(1):13-7. doi: 10.4103/0975-7406.62698

Hallo Sonnenschein!

Wenn die Jahreszeit von Winter auf Frühling und dann Sommer wechselt, halten wir uns wieder vermehrt an der frischen Luft auf und genießen die warmen Sonnenstrahlen im Freien. Der Winterschlaf ist beendet, auch für die Haut. Daher ist es jetzt wichtig, den Schutz und die Pflege der Haut an die sonnigen Verhältnisse anzupassen, um mit einer intakten Hautbarriere gegen langzeitliche Sonnenschäden und sonnenbedingte Hautalterung gerüstet zu sein. Wir raten besonders im Jahreszeitenwechsel zu einer vorbeugenden und regenerativen Pflege durch und mit natürlichem Sonnenschutz. Im folgenden Blogartikel geben wir 4 Tipps, wie man die Haut richtig auf den Sommer vorbereiten und sich dabei effektiv vor schädlichen UV-Strahlen schützen kann.

1. Natürlicher Sonnenschutz

Sonnen-AnbeterInnen aufgepasst: Das Anbräunen der Haut ist erlaubt und sogar erwünscht – und zwar ohne chemischen oder mineralischen Sonnenschutz. Denn um unseren Vitamin D Haushalt wieder in Fahrt zu bringen, ist es wichtig, sich und seiner Haut nach dem oft sonnenarmen Winter wieder regelmäßig Sonne zu gönnen – ohne Lichtschutzfaktor. Wir empfehlen anfangs, je nach Hauttyp, nur wenige Minuten in der Sonne zu sein. Die Sonnenzeit kann anschließend immer weiter verlängert werden – ohne es dabei zu übertreiben.

Das Ergebnis: Die natürlich durch unsere Melanozyten aufgebaute Bräune schützt vor leichten Sonnenbränden bis hin zu starken Sonnenschäden, da die Eigenschutzzeit der Haut verlängert wird und unser Körper so zusätzlich selbst schädliche UV-Strahlen abfangen kann. 

2. Lichtschutz-Faktor 

Ergänzend zu oder zwischen den Phasen der Anbräunung ist es wichtig, einen Sonnenschutz aufzutragen. Auch wenn es bei mäßigen Frühlingstemperaturen nicht immer notwendig erscheint, auf einen Lichtschutzfaktor (LSF) sollte, sobald die Sonne intensiver wird und länger scheint, nicht verzichtet werden. Aus diesem Grund ist das Verwenden einer Hautpflege mit leichtem Lichtschutz vor allem in den Frühlings- und Sommermonaten äußerst wichtig. Für einen natürlichen Lichtschutz können Carotinoide sorgen, die beispielsweise in Pflegeprodukten mit Sanddorn oder Astaxanthin vorkommen. Bei uns im Shop findest Du einige Naturprodukte mit Sanddorn, zum Beispiel unser Gesichtsserum No.3 und unser Körperöl No.1 oder Pflegeprodukte mit Astaxanthin, wie unsere Augenessenz No.4 oder unser Gesichtsserum No.4.

Natürliche Carotinoide in einem Hautpflegeprodukt
Natürliche Carotinoide in der Hautpflege

3. Verstärkter Sonnenschutz

Sonnenschutz kann und sollte zusätzlich von innen aufgenommen werden. Auch hier sind es Carotinoide, die für Schutz vor der Sonne sorgen. Doch auch Lebensmittel mit Antioxidantien wirken sich positiv gegen schädliche UV-Strahlen aus. Wer viele Zitrusfrüchte, Beeren, Nüsse, Tomaten oder Kakao isst, kann den inneren Sonnenschutz verstärken. Das Nahrungsergänzungsmittel mit der größten antioxidativen Wirkung ist Astaxanthin. Das Carotinoid aus der Grünalge Haematococcus pluvialis reduziert die negativen Effekte von übermäßiger UV-Strahlung und kann hautschädigendem Sonnenbrand entgegenwirken.

Da die Verstärkung des UV-Schutzes über Lebensmittel oder Nahrungsergänzungen nur als Booster wirkt, sollte bei langen Aufenthalten in der Sonne keinesfalls auf den herkömmlichen Sonnenschutz verzichtet werden. Hierbei empfehlen wir nach dem Ablauf der Eigenschutzzeit der Haut einen mineralischen Sonnenschutz aufzutragen, der sofort die Einwirkung der Sonnenstrahlen auf der Haut blockiert.
Vorsicht: Durch den Sun-Blocker-Effekt wird auch die Synthese von Vitamin D eingestellt!

Mineralischer Sonnenschutz
Mineralischer Sonnenschutz blockt UV-Strahlen, aber auch die Vitamin D Produktion im Körper sofort

4. Effektive After Sun Pflege

Zu guter Letzt sollte im Frühling und Sommer nicht nur auf eine effektive Vorbeugung, sondern auch auf eine wertvolle Nachbereitung der Haut geachtet werden. Nach dem Sonnenbaden helfen dabei am Abend reichhaltige und natürliche Pflegeprodukte, die Haut zu regenerieren. Dabei sind Hautpflege-Produkte mit antioxidativen Inhaltsstoffen empfehlenswert. Als After Sun Pflege eignet sich besonders gut ein Produkt, das die Haut auch leicht kühlt, wie unser Körperöl No.2. Da Antioxidantien der Haut helfen, sich ausgiebig zu erholen, kann mit einer regenerativen Pflege über Nacht erfrischt in einen neuen, sonnigen Tag gestartet werden. 

Du möchtest mehr über antioxidative Superfoods in natürlichen Hautpflege-Produkten oder als Ernährungsergänzung wissen? Schau doch mal auf unserem Pinterest-Account vorbei.  

Astaxanthin in der Hautpflege

Schön, straff und gesund soll sie sein, unsere Haut. Doch Wettereinflüsse, Stress und die natürliche Alterung können die Haut schädigen und sichtbare Spuren hinterlassen. Damit die Haut so lange wie möglich frisch und intakt bleibt, können Antioxidantien helfen, das Hautbild zu verschönern und die Haut gesund zu halten. Ein äußerst bewährtes und vielseitiges Wundermittel in der Hautpflege ist Astaxanthin. Was der natürliche Stoff aus Algen verspricht und wie er als Inhaltsstoff in der Naturkosmetik zu einem glatten Hautbild verhelfen kann, verraten wir in diesem Blogartikel. 

Was ist Astaxanthin und was kann es? 

Astaxanthin ist das stärkste natürliche Antioxidans, das aktuell bekannt ist. Forschungsdaten zeigen, dass die antioxidative Wirkung von Astaxanthin 10-mal stärker ist als die von Beta-Carotin und sogar bis zu 500-mal höher ist als die von Vitamin E. Außerdem gehört es zu den wenigen Antioxidantien, die nicht pro-oxidativ wirken können, d.h. es bildet selbst keine freien Radikale. Kein Wunder also, dass Astaxanthin sich großer Beliebtheit erfreut. 

Im Gegensatz zu anderen Beta-Carotinen wirkt es in Zellzwischenräumen, im Zellinneren und in der gesamten Zellmembran als effektiver Radikalfänger. Astaxanthin wird daher nicht nur in der Hautpflege eingesetzt. Auch bei entzündlichen Erkrankungen, zur Stärkung des Immunsystems, der Sehkraft oder der Gehirnfunktion und bei körperlicher (sportlicher) Ausdauer findet das natürliche Antioxidans großen Anklang (Abb.1).

Positive Effekte von natürlichem Astaxanthin
Abb.1: Positive Effekte von natürlichem Astaxanthin. © BDI-BioLife Science

Wie wird Astaxanthin hergestellt? 

Astaxanthin ist ein rotes Pigment, das in Mikroalgen vorkommt und über die Nahrungskette von Krustentieren und Fischen aufgenommen wird. Es ist der Grund für die rötliche Färbung von Krustentieren und Lachsen. Astaxanthin wird aus Algen, insbesondere der Grünalge, hergestellt. Zur Verwendung für den Menschen wird Astaxanthin meist aus der Blutregenalge (Haematococcus pluvialis) gewonnen, die für ihren hohen Gehalt an Astaxanthin bekannt ist (Abb.2). Es gibt zwar auch Astaxanthin aus synthetischer Herstellung, allerdings wirkt das natürliche Astaxanthin aus Algen bis zu 55-mal stärker.

Kultivierungsschritte von Astaxanthin
Abb.2: Kultivierungsschritte von Astaxanthin. Phase 1: Wachstumsphase. Phase 2: Bildung von Astaxanthin unter Einwirkung von Licht, CO2 & Nährstoffen. Endprodukt: getrocknete Biomasse. © BDI-BioLife Science

Astaxanthin und seine Wirkung auf die Haut

Der natürlich gewonnene Stoff bringt wesentliche Vorteile in der natürlichen Hautpflege. Am bekanntesten ist die Wirkung von Astaxanthin als UV-Schutz und als natürliches Wundermittel gegen Faltenbildung. Dank seiner besonderen Molekülstruktur enthält es sowohl hydrophile (wasserliebende) wie auch lipophile (fettliebende) Teile. Aufgrund dieser Gegebenheit ist Astaxanthin gut fettlöslich und kann besonders gut in Cremen oder Ölen auf der Haut verwendet werden. 

Astaxanthin als natürlicher UV-Schutz – innen und aussen 

Sonnenschutz wird heutzutage immer wichtiger, denn mittlerweile ist bekannt, dass es für die Haut kaum etwas Schädlicheres gibt als zu viel UV-Strahlung oder gar Sonnenbrand. Aufgrund der starken antioxidativen Wirkung kann Astaxanthin als natürlicher Sonnenschutz eingesetzt werden. Zwar kann Astaxanthin den UV-Filter nicht ersetzen, aber die Wirksamkeit der aufgetragenen Sonnenschutzprodukte erhöhen. Zusätzlich reduziert Astaxanthin die negativen Effekte von übermäßiger UV-Strahlung, hilft gegen die Reizung empfindlicher Haut und lindert die Entzündung der Haut durch Sonnenbrand. Diese schützende Wirkung von Astaxanthin vor Schäden durch Sonneneinstrahlung ist bereits durch viele Studien bewiesen. Astaxanthin hilft somit, die Entstehung von Hautschäden und die Alterung der Haut durch UV-Belastung zu verlangsamen oder diesem Prozess vorzubeugen. 
Natürlich gilt trotzdem: Lassen Sie Sonne nur in Maßen an Ihre Haut.

Die Quintessenz: Ihre Haut wird mit Unterstützung von Astaxanthin – von innen sowie von aussen – durch die Sonne nicht so stark geschädigt und bleibt länger gesünder. 

Lachende Frau in der Sonne am Strand
Astaxanthin als natürlicher UV-Schutz – von innen und außen

Astaxanthin als natürliches Anti-Aging-Mittel

Falten entstehen vor allem durch oxidative Schäden der Haut. Diese können von Witterungseinflüssen, wie beispielsweise übermäßigem Sonnenbaden, aber auch von der natürlichen Alterung herrühren oder z. B. durch Rauchen oder eine nährstoffarme, einseitige Ernährung entstehen. Das Ergebnis: Das Kollagengerüst in unserer Haut wird dünner und brüchiger und verliert die Fähigkeit, unsere Haut elastisch und straff zu halten. Hinzu kommt: die Fähigkeit unseres Körpers, Antioxidantien herzustellen, die er eigentlich selbst bilden könnte, nimmt mit dem Alter ab.

Astaxanthin kann diesem Prozess vorbeugen, weil es die Funktion der Mitochondrien, das sind die energieproduzierenden Kraftzentren unserer Zellen, verbessert und zusätzlich eine gute Schutzwirkung auf die Fibroblasten hat, die für die Festigkeit und Dichte der Haut enorm wichtig sind. So kann Astaxanthin nicht nur die Hautzellen vor freien Radikalen schützen, sondern auch die natürliche Kollagenschicht erhalten. Dadurch strafft und glättet Astaxanthin die Haut nachweislich, was für ein verjüngtes Erscheinungsbild sorgt. 

Unser Tipp: Da Astaxanthin die Zellmembran derartig schützt, wie es kein anderes Antioxidans kann, zeigt es bei Einnahme als Nahrungsergänzungsmittel oder als Inhaltsstoff von aufzutragender Kosmetik eine vielversprechende Anti-Falten-Wirkung.

Astaxanthin – Immunboost für Haut und Körper

Unser Fazit: Astaxanthin erhöht nicht nur nachweislich den Feuchtigkeitsgehalt der Haut, sondern sorgt auch für eine verbesserte Hautelastizität. So können feine Linien und Falten verringert werden. Doch der Super-Wirkstoff sollte nicht auf seinen Beitrag für die Hautgesundheit reduziert werden: Astaxanthin ist nicht nur ein natürlicher UV-Schutz und ein effektives Mittel gegen die Entstehung von Falten, sondern als vielseitiger Immunboost immer da hilfreich, wo unsere Haut oder unser Körper die Unterstützung von wertvollen Antioxidantien benötigt. 

In diesen PHYSTINE Produkten finden Sie Astaxanthin: 


Referenzen:

Kindlund, PJ. Astaxanthin. Nutrafoods 10, 27–31 (2011). doi: 10.1007/BF03223352

Ahn E, Siebel M. Vitalstoffe; apr2020, Vol. 10 Issue 1, p31-35, 5p

Murray M. 2018

Hautpflege bei Neurodermitis

Es juckt und brennt. Am liebsten will man sich die ganze Zeit kratzen. Rote Hautausschläge mischen sich mit starken Juckreizen und rissigen Hautstellen. Neurodermitis, auch genannt atopische Dermatitis (AD), ist eine sehr häufig vorkommende, nichtansteckende Hauterkrankung. Erste Anzeichen bei zu Neurodermitis neigender Haut können mit natürlichen Pflegeprodukten eingedämmt werden, um so eventuell unangenehme Neurodermitis Schübe zu reduzieren oder gar zu verhindern. 

Welche Indizien für die chronische Hautkrankheit sprechen, woher sie kommt und wie man dieser (präventiv) mit einer natürlichen Hautpflege entgegenwirken kann, erfahren Sie in diesem Artikel. 

Was ist Neurodermitis?

Neurodermitis ist eine chronische Hautkrankheit, von der alle Altersgruppen betroffen sein können. Doch während nur 1,5 – 2 % der Erwachsenen darunter leiden, ist eine atopische Dermatitis bei 10-15 % der Kinder bis zum 7. Lebensjahr zu beobachten. Beim Ausbruch der Erkrankung ist die Haut – teilweise großflächig – entzündet und es entstehen an diesen Stellen rote, schuppende und juckende Ekzeme. Da eine atopische Dermatitis in Schüben auftritt, haben die Betroffenen meist auch symptomfreie Phasen. Schon wenn die Haut zu Neurodermitis neigt, kann man der Krankheit mit bestimmten Mitteln und Methoden entgegenwirken.

Ekzem an der Wange eines Kindes
Ekzem an der Wange eines Kindes

Wie erkennt man Neurodermitis?

Neurodermitis weißt eine Reihe von Symptomen auf. Äußerlich wird bei der Hautkrankheit vor allem eine Veränderung der äußeren Hautschicht (= Epidermis) sichtbar. Betroffene leiden vor allem unter sehr trockenen, rissigen und entzündeten Hautstellen, die gerötet und teilweise auch blutig verkrustet sind. Die Hautausschläge können sich in jedem Alter und am ganzen Körper entwickeln. Mit der geschädigten Hautbarriere geht meist ein starker Juckreiz einher, welcher oft zu einer Zerstörung der Hautstruktur durch Kratzen führt. Ein Teufelskreis für die Haut beginnt. 

Eine atopische Dermatitis kann zu einer Reihe von Begleiterkrankungen führen, welche sich nicht nur äußerlich abzeichnen. So kann Neurodermitis innerlich beispielsweise Allergien bis hin zum allergischen Asthma und auch psychische Belastungen begünstigen.

Neurodermitis Hand – Erwachsener

Auslöser und Ursachen von Neurodermitis 

Die menschliche Haut hat eine natürliche Schutzschicht, die sogenannte Epidermis, welche als Barriere vor Fett- und Wasserverlust fungiert und zugleich das Eindringen von unerwünschten Keimen verhindert. Eine intakte Hautbarriere wird von einer gesunden Kombination aus Bakterien und Pilzen bewachsen. 

Bei Neurodermitikern ist die Hautbarriere geschädigt und die Schutzfunktion aufgrund eines Mangels an schützenden Hautfetten nicht mehr ausreichend. Daher kommt es zu einer größeren Anfälligkeit für Infektionen und die Haut entzündet sich. Allergene, Hausstaubmilbenpartikel, Mikroben oder andere Schädlinge können leichter über die Haut in den menschlichen Körper eindringen und die allergische Sensibilisierung begünstigen. Die Folge sind störende Allergien. Zusätzlich sind bei einer mit Neurodermitis erkrankten Haut oft die Funktionen der Durchblutung, der Schweißbildung und der Temperaturregulierung nicht mehr intakt.

Der Mangel an schützenden Hautfetten wird vor allem von drei komplexen Faktoren begünstigt: Genetik, Immunsystem und Umweltfaktoren bzw. äußere Einflüsse. 

Während man gegen eine familiäre Vorbelastung wenig tun kann, sind die beiden anderen Faktoren für eine atopische Dermatitis durchaus beeinflussbar. Es gibt eine Reihe von Triggerpunkten, die für den Ausbruch der Neurodermitis ausschlaggebend sein können. So haben beispielsweise der Lebensraum, die Ernährung und die Körperpflege eine große Wirkung auf genetisch vorbelastete Haut. 

(Natürlicher) Lebensraum

Trockenes Klima oder eine geringe UV-Lichtexposition können die Hautkrankheit begünstigen. Auch das Leben in der Stadt kann der Haut zum Verhängnis werden. Im Gegenzug hierzu hat Salzwasser eine gute Wirkung auf Neurodermitis. Aber auch auf die Stoffe in der unmittelbaren Umgebung sei zu achten. Aggressive Säuren, Bleichmittel und Lösungsmittel können sich in Waschmittel, Putzmittel oder anderen Gegenständen verstecken und die Hautbarriere langfristig schädigen. Achten Sie auf ein gesundes Lebensumfeld sowie schadstofffreie und hautverträgliche Produkte.

(Gesunde) Ernährung

Bei zu Neurodermitis neigender Haut ist eine gesunde und richtige Ernährung oft ein guter Ansatz, um das Krankheitsbild zu mildern. So fördern Zucker und ungesättigte Fettsäuren bewiesenermaßen verschiedene Entzündungen im Körper. Der Verzicht darauf und auch auf allergieauslösende Lebensmittel könnte einen wesentlichen Ansatzpunkt für die Prävention der chronischen Hautkrankheit darstellen. 

Auch die Ergänzung von starken, natürlichen Radikalfängern wie Astaxanthin, einem natürlichen Carotinoid, das unter anderem in Pflanzen zu finden ist, kann sich positiv auf die entzündlichen Prozesse im Körper und auf der Haut auswirken.

(Richtige) Hautpflege 

Die Hautpflege ist ein zentraler Faktor bei der Prävention und Behandlung von Neurodermitis. Da in vielen herkömmlichen Pflegeprodukten Wasser als Hauptanteil sowie chemische Substanzen enthalten sind, wird die Haut permanent ausgetrocknet und die Schutzbarriere geschädigt.

Tenside in Kosmetik- und Hygieneprodukten können die Haut nicht nur reizen, sondern fördern zusätzlich ihre Austrocknung, da sie die natürlichen Fette aus der Haut herauslösen. Dies wiederum kann Neurodermitis und damit verbundene Schübe begünstigen.

Kundenbeispiel, Nov. 2021:
Trockene, gerötete, juckende Hand
Kind, 2 Jahre – Tag 0
Kundenbeispiel, Nov. 2021:
Tag 2 nach Beginn der Anwendung
mit dem PHYSTINE Pflegeset

Natürliche Hautpflege bei zu Neurodermitis neigender Haut

Wenn die Haut zu Neurodermitis neigt, ist eine entsprechende (präventive) Hautpflege besonders wichtig. Der bereits gereizten und trockenen Haut sollte mit wasserfreien und ausgewählten Pflegeprodukten begegnet werden. Um die Hautbarriere gesund zu halten bzw. zu regenerieren und gleichzeitig vor Austrocknung zu schützen, sollten die Pflegeprodukte spezifisch auf die aktuellen Hautbedürfnisse gewählt werden.  

PHYSTINE Produkte sind nicht nur frei von chemischen und hautreizenden Inhaltsstoffen, sondern enthalten ausschließlich natürliche Pflanzenöle, -extrakte und -wachse. Durch die Naturreinheit der PHYSTINE Produkte ist die beste Bioverfügbarkeit (= Aufnahme) der natürlichen Wirkstoffe in die Haut und den Körper gewährleistet.

Bei zu Neurodermitis neigender Haut empfiehlt PHYSTINE je nach aktuellem Zustand Ihrer Haut unterschiedliche Pflegeprodukte bzw. Produktkombinationen.

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Laras Produktempfehlungen bei zu Neurodermitis neigender Haut

Referenzen:

Avena-Woods C. Atopic Dermatitis: Focusing on the Patient Care Strategy in the Managed Care Setting, 2017 Jun;23(8 Suppl):S115-S123.

Kim B E , Leung D YM. Significance of Skin Barrier Dysfunction in Atopic Dermatitis, Allergy Asthma Immunol Res. 2018 May;10(3):207-215.

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Torres T, et al. Update on atopic dermatitis, Acta Med Port 2019 Sep;32(9):606–613.